Tag 12

Wieder ein Regentag, und Adam und ich hängen zu Hause herum. Das stimmt so natürlich nicht, denn während ich tatsächlich herumhänge, übt mein kleiner fleißiger Sohn die Bauchlage, das Robben und das Sich-Hochstemmen. Ich bin sehr stolz auf ihn, er ist ein kleiner, lieber, tüchtiger Bub!

Zugegebenermaßen ist es manchmal aber auch sehr anstrengend, so einen kleinen, ständig aktiven Entdecker an der Seite zu haben – speziell wenn ich etwas zu tun habe, das nicht warten kann oder (Gott bewahre ;-)) gerne machen würde, wie z.B. ein feines Abendessen kochen oder einen Beitrag für diesen Blog schreiben. Dann würde ich mir ehrlich gesagt wünschen, ich könnte das Sohnemännchen einfach mal für eine halbe Stunde „ruhigstellen“. Manchmal gelingt es sehr gut, wenn man ihm diverse Küchenutensilien wie Schneebesen oder Kochlöffel in die Hand gibt. Aber halt nicht immer. Eine Freundin, deren Tochter ungefähr im gleichen Alter ist, bringt in solchen Momenten sogenannte Babykekse zur Anwendung. Als sie mir davon erzählte, dachte ich im ersten Moment natürlich: „Super, das probiere ich auch mal!“ Aber wie so oft in der letzten Zeit wurde ich durch einen Blick auf die Zutatenliste eines Besseren belehrt:

Getreidemehl, Zucker, Magermilchpulver, Palmöl, Backtriebmittel, Kalziumkarbonat, Salz, Aromen, Traubenzucker (usw.)

Besonders geärgert hat mich, dass Zucker gleich an zweiter Stelle genannt wird, was meines Wissens nach bedeutet, dass der zweitgrößte Anteil des Produktes aus Zucker besteht. Na sehr leiwand! Aber okay, sollen die Kleinen halt ab und an ihren süßen Keks-Spaß haben.

Aber was mich wirklich auf die Palme gebracht hat (haha) – das Palmöl!

Da ich nun schon viele Artikel darüber gelesen habe, welchen massiven Schaden der Anbau der Ölpalme der Tier- und überhaupt der Umwelt zufügt, achte ich darauf, keine Produkte zu kaufen, in denen Palmöl verarbeitet wurde. Also, ich versuche es. Denn es zu vermeiden, ist wirklich nicht einfach! Es findet sich in fast jeder Margarine, in Schokoladeprodukten wie diverse Schoko-Aufstriche, in vielen vegetarischen „Wurst“waren, und in Kosmetikartikeln sowieso!
Furchtbar geärgert hat es mich auch, Palmöl in der Rezeptur einer Gemüsesuppe, die als „Wiener Lunch“ vermarktet wurde, zu finden. Soweit ich weiß, wachsen in Wien traditionellerweise keine Ölpalmen … Sogar in einem offen verkauften Topfentascherl (aus der hauseigenen „Backstube'“) das ich mir letztens mal gegönnt habe, war es zu finden!

Mir ist natürlich klar, daß Schokoladeprodukte und Fake-Fleisch keine lebensnotwendigen Güter sind. Aber es handelt sich meiner Meinung nach um in unseren Breiten häufig konsumierte Lebensmittel, bei denen kein Mensch mehr wirklich darauf achtet, was da drin ist – speziell wenn das Produk dann noch als typisch österreichisch oder hausgemacht angepriesen wird!

Fazit: Das Kind kriegt sicher keinen Babykeks, bevor es mich explizit selbst darum bittet.

Falls sich jemand über die Palmöl-Problematik informieren möchte, dem möchte ich diesen sehr gut recherchierten Artikel ans Herz legen!

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